Marc Rass + Adrian Brückmann

#1 von The Voice , 21.03.2016 17:16

Das A-Team steigt in die 2. Regionalliga auf

Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte ist perfekt. Die Erstvertretung des TuS macht die Sensation perfekt und steigt in die 2. Regionalliga auf. „Wahnsinn. Unfassbar, wir haben es tatsächlich geschafft.“ Kapitän Christian Antons konnte es Minuten nach Ende der Partie gegen Fastbreak Leverkusen noch immer nicht so recht glauben.

Nach einer durchwachsenen Vorsaison hatte damit bestimmt niemand gerechnet. Die Römerstädter setzten sich im Kampf um den Aufstieg gegen die hochklassige, teilweise mit US-Amerikanern verstärkte Konkurrenz aus Nike/Baesweiler, Neunkirchen und Aachen durch. Coach Valentin Bauer dazu: „Individuell gab es da einige Teams die weitaus besser aufgestellt waren. Doch wir haben bis auf zwei Spiele die gesamte Saison als Team überzeugt und hatten einen unfassbaren Zusammenhalt“.

Doch der Reihe nach…
Die Ausgangssituation vor dem Samstagsspiel war klar. Schlägt man Leverkusen, steigt man auf. Bei einer Niederlage musste man die Aufstiegsfeier auf die kommende Woche vertagen, es sei den BG Aachen verliert zeitgleich das Derby gegen Nike/Baesweiler. Zu Gast in Zülpich war an diesem Wochenende der SC Fastbreak Leverkusen. Der mittelmäßige Tabellenplatz der Gäste täuschte jedoch über deren eigentliche Stärke hinweg. Mit Marc Rass, Adrian Brückmann und Sven Hartmann verfügten die Leverkusener gleich über drei ehemalige Zweitligaspieler, wobei Rass und Brückmann noch diese Saison in der zweithöchsten deutschen Spielklasse aktiv waren. Der TuS musste weiterhin auf Alexander Krewel, Marius Weber und Daniel Emgenbroich verzichten. Luke Jung und Lukas Burchartz konnten die gesamte Woche nicht trainieren und einige weitere Spieler kränkelten vor einem der wichtigsten Spiele der Vereinsgeschichte.

1.Halbzeit
Bereits zu Beginn zeigte sich so etwas wie Nervosität bei den Gastgebern. Dies spürte auch das sonst so lautstarke Publikum. Nur schleppend fand man ins Spiel und gestattete Leverkusen immer wieder leichte Punkte am Brett. Nach sieben Spielminuten lagen die Römerstädter mit 8:14 zurück. Insbesondere Adrian Brückmann sollte man an diesem Abend einfach nicht in den Griff bekommen. Zum Ende des Viertels schien es dann so, als hätte der TuS sich gefangen. Das Spiel wurde endlich schnell gemacht und bis zur Viertelpause kam man auf 15:16 heran. Zu Beginn des zweiten Viertels setze sich der positive Trend fort. Ein Dreier von Stephan Frädrich, und Punkte am Brett durch Dominik Hutzler resultierten in einer 20:16-Führung in der 14. Spielminute. Die Gäste aus Leverkusen blieben jedoch dran und es gelang dem TuS nicht die Führung auszubauen. Durch einen Dreier von Christian Leurs in der 18. Minute pendelte sich die Führung bei fünf Punkten ein (30:25). Bis zur Halbzeit kontrollierte der TuS das Spiel und ging verdient mit 39:33 in die Halbzeitpause.

2.Halbzeit
Es hieß also noch 20 Minuten bis zum Aufstieg. Doch da hatte man die Rechnung ohne die Gäste gemacht. Was sich nun in der BlayArena abspielte lässt sich unumwunden als die wohl schlechteste Saisonleistung der Römerstädter bezeichnen. Fehlendes Reboundverhalten, kein Wurfglück in der Offense und schlechte defensive Abstimmung. Dies sind nur drei Beispiele mit denen man die desaströse zweite Halbzeit beschreiben könnte. Aus Rücksicht auf die Gefühle der Leser erspart sich der Autor deshalb eine genauere Darlegung der Ereignisse. Unterstützt wurde die Darbietung des TuS noch durch einige unglückliche Entscheidungen durch einen der beiden Unparteiischen. So kam es also, dass man zwei Minuten vor Ende der Partie aussichtslos mit 14 Punkten zurücklag.

Doch dann fuhr ein Raunen durch die BlayArena. Auf den Rängen wurde gemurmelt und getuschelt. Dann der laute Aufschrei aus der letzten Zuschauerreihe: „Aachen hat verloren. Aachen hat verloren!“ Auf dem Feld und der Bank war man sich unsicher, ob es sich dabei um einen schlechten Witz oder die Wahrheit handelte. Nach Rückversicherung bei Club-Legende Jens Jörres dann die Gewissheit: Aachen hatte tatsächlich verloren. Nach dem ertönen der Sirene lagen sich die TuS-Spieler noch immer ungläubig in den Armen. Der Ärger über die eigene desolate Leistung wiegte so schwer, dass man sich noch gar nicht so richtig freuen wollte. Doch langsam wurde es allen bewusst:

Es ist vollbracht, die Sensation perfekt. Der Underdog steigt auf, Zülpich spielt Regionalliga!

Dann brachen alle Dämme. Spieler und Verantwortliche lagen sich in den Armen und das Team bedankte sich mit einem Banner sowie einer einstudierten (naja mehr oder weniger :D) Tanzeinlage beim besten 6. Mann der Liga. Auch an dieser Stelle noch einmal: DANKE – Ihr seid großartig!

Die Feierlichkeiten wurden dann erst vom Spielfeld auf die Tribüne und anschließend in die Kabine verlegt. Partybiest Christoph Gier zauberte eine Nebelmaschine aus dem Ärmel und die Hallenanlage wurde kurzerhand in den Kabinentrakt verlegt. In Begleitung von ein, zwei, drei…zehn kühlen Kölsch feierte das A-Team anschließend die Sensation im Nebel der Katakomben der BlayArena! Nachdem das Duschwasser kalt war, zog der Tross samt Fans in eine nahegelegene Diskothek und ließ den Abend dort ausklingen.
Ein Saisonfazit bleibt an dieser Stelle aus, da den TuS noch ein letztes Saisonspiel in Königsdorf erwartet. Am 19.03 steigt dort der letzte Oberligaauftritt der Saison gegen eine sympathische Königsdorfer Mannschaft. Was kann es schöneres geben. Gewinnt der TuS diese Begegnung, würde man die Saison ohne Auswärtsniederlage beenden.

 
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RE: Marc Rass + Adrian Brückmann

#2 von Newcomer60 , 23.03.2016 09:41

Na das freut mich aber, nochmal was von den beiden zu hören. Ich denke mit der Besetzung wird Fast-Break nächste Saison den Aufstieg anpeilen. Alles Gute dafür und für die Zukunft auch alles Gute für Marc Rass und Adrian Brückmann. Würd mich freuen, wenn sie vielleicht nochmal in der Bundesliga auftauchen würden.

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